Hand in Hand – Jahrestreffen der Selbsthilfegruppe Dysmelie

Asch Eine sehr familiäre Stimmung herrschte beim Treffen der Selbsthilfegruppe Hand-in-Hand in Asch/Fuchstal, zu dem Teilnehmer aus dem süddeutschen Raum bis hin zu weit gereisten Nordlichtern ihren Weg fanden. 

 

Die Gruppe spricht Menschen mit Dysmelie und ihre Angehörigen an. Bei dieser Fehlbildung der Gliedmaßen sind in den meisten Fällen eine Hand oder Hand und Arm nicht vollständig ausgebildet. Herzlich und offen ist nicht nur das Miteinander unter den langjährigen Mitgliedern, zu denen inzwischen rund 60 Familien zählen. Auch neue Familien, die jedes Jahr mit ihren meist noch kleinen betroffenen Kindern dazu stoßen, fühlen sich sofort wohl. 

 

,,Mir ist hier gleich das Herz aufgegangen. Man spürt eben, dass uns etwas verbindet“, meinte dazu die Mutter eines Dysmelie-Kindes, die mit ihrer Familie zun1 ersten Mal dabei war. Gerade das ist auch ein Ziel der Selbsthilfegruppe: Familien zu stärken, die mit der Behinderung ihres Kindes im Alltag auf sich alleine gestellt sind. Da hilft der Austausch mit anderen Eltern und erwachsenen Betroffenen. Fester Bestandteil der jährlichen Treffen sind deshalb neben Spiel und Spaß für die Kinder und genügend Zeit zum persönlichen Gespräch für die Erwachsenen auch Gesprächskreise, in denen Eltern ganz konkrete Fragen stellen können. So sind Start im Kindergarten, Anforderungen in der Schule und Führerschein genauso Themen wie die prothetische Versorgung. 

 

,,Es ist ein Geschenk und macht mich stolz erleben zu dürfen, wie mein Kind mit einer Hand den Alltag meistert,“ so ein Vater. Klettern, Fahrrad fahren, stricken, Schuhe binden – in all dem stehen Betroffene den Zweihändern nicht nach. Problemlos sei das Leben mit der Behinderung aber nicht, so eine Mutter. Das Handicap bleibe ein Leben lang eine Herausforderung, der inan sich immer wieder neu stellen muss. ,,Für jedes Problem gibt es eine Lösung,“ machte eine erwachsene Betroffene Mut, ,,die sieht eben nur anders aus als bei Zweihändern und ist oft auch kreativer.“ Gerade diese andere Herangehensweise an Anforderungen des Alltags zieht immer wieder Blicke an – das empfinden manche Kinder und auch Erwachsene mit Dysmelie bisweilen auch als belastend. So erzählte eine Teilnehmerin aus ihrem Leben und ihrer persönlichen Auseinandersetzung mit der Frage, wie „perfekt“ man denn als Mensch in unserer Gesellschaft sein muss. Gerade ältere Teilnehmer spüren heute einen offeneren Umgang und mehr Akzeptanz von Menschen mit Handicap. Dennoch ist in einer leistungsgeprägten Gesellschaft noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten. 

 

Über diese Behinderung zu informieren, ist darum ein weiteres Ziel der Selbsthilfegruppe, so Alexandra Sommer-Mitter Reiter, die das Treffen zusammen mit Isabella Nölte bereits seit einigen Jahren im Haus der Begegnung in Asch organisiert. Denn unangemessene Reaktionen erfährt man meist von Menschen, für welche die Konfrontation mit einer Behinderung Neuland ist. Ihren Zielen ist die Selbsthilfegruppe auch mit diesem Treffen ein Stück nähergekommen Die über 100 Teilnehmer fühlten sich am Ende frisch gestärkt von der Begegnung und dem Austausch und freuen sich jetzt schon darauf, im nächsten Jahr bekannte Gesichter wieder zu sehen. (pm)


Balance halten


Balance halten auch mit einer Hand – die neunjährige Margarete probiert sich an der Slackline.
Foto: oH/Sommer-Mitterreiter

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Einladung zum Jahrestreffen 2015

Jahrestreffen 2012


Liebe Freunde von Hand-in-Hand,

 

bald ist es wieder so weit und wir laden Euch zu unserem diesjährigen Treffen ein, und zwar am

 

Samstag, 13.Juni 2015

um 10:00 Uhr

im „Haus der Begegnung“ 

Dorfstraße 

86925 Fuchstal-Asch

 

Unsere geplanten Schwerpunkte:

10:00 Uhr Begrüßung
Isabella wird mal wieder ein Bilderbuch vorlesen → freut Euch drauf!

Ca 10:30 Uhr: Gesprächsrunde
mit Vorstellung der neuen Familien, Kennenlernen und viel Zeit zum Austausch

Ca. 13:00 Uhr: Mittagessen
Neuer Catering-Service aus Igling! -> es gibt Schweine-/ oder Putenbraten mit Spätzle bzw. Käsespätzle für unsere vegetarischen Freunde und Salat für alle.

Ca. 14:00 Uhr: Gesprächskreis
Frau R., selbst von Dysmelie betroffen, erzählt aus ihrem Leben und stellt die Frage „Wie perfekt muss/ möchte ich sein?“

Station mit Tastaturschreiben auf Zeit, egal mit wievielen Fingern!
Also alle schon mal feste trainieren! Gerne natürlich auch einfach nur zum Ausprobieren.

Eventuell klappt auch noch unser „Sahnehäubchen“
Professionelle (Prothesen-) Fingernägelverschönerung

 

Zeitunabhängiges Programm während des ganzen Tages (außer Mittagspause!):

Kinderbetreuung
Basteln mit Barbara und Josefine

Buntes Spielangebot im Garten (ohne Aufsicht)

Fragen rund um das Thema „Prothese“
Es steht unser Ansprechpartner Wolfgang Gröpel von der Firma NovaVis zur Verfügung
→ Terminliste zum Eintragen liegt am Tisch im Foyer aus!

Gegen 16:30 Uhr beenden wir das Treffen
Wie immer bei Kaffee, Tee und Kuchen.

 

Damit wir pünktlich starten können, bitten wir Euch rechtzeitig da zu sein.

Bereits ab 9:30 Uhr ist jemand vom Hand-in-Hand-Team vor Ort, so dass Ihr sicher ins Haus kommt und wir mit der Verteilung der Namensschilder beginnen können ! 😉

 

Den unteren Abschnitt schickt bitte umgehend (spätestens bis zum 01.Juni 2015) ausgefüllt an:

Alexandra Sommer-Mitterreiter, Stockänger 3, 86925 Fuchstal-Asch

 

 

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen und grüßen herzlichst 

 

Euer Hand-in-Hand-Team

 

            Isabella Nölte                     Alex Sommer

 

 

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>-> Bitte zurück bis spätestens 01.06.2015 an: A.Sommer-M., Stockänger 3, 86925 Fuchstal <-<

>-> oder per E-Mail an: sommer.mitterreiter@gmail.com <-<

 

 

    O Nein, wir können leider nicht kommen

    O JA, wir kommen gerne mit ___ Erwachsenen und ___ Kindern!

    O JA, wir bringen einen _________________________- kuchen mit!

    O JA, wir können beim Aufräumen helfen! ☺

 

Den Jahresbeitrag 2015 von 7,50 €

                                                            O haben wir bereits überwiesen.

                                                            O bezahlen wir bar beim Treffen.

 

Wir wünschen uns fürs Mittagessen 

                                                            O vegetarisch                 ____

                                                                                                   (Anz. d. Portionen)

 

                                                            O nicht vegetarisch        ____

                                                                                                   (Anz. d. Portionen)

 

 

Familienname und Vornamen aller Kinder und sonstigen Personen (Verwandte, Freunde), die zum Treffen mitkommen, bitte in Druckbuchstaben eintragen (so können die Namensschilder gleich vorbereitet werden). Vielen Dank!

 

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Sonstige Wünsche/ Anregungen/ Kritik

 

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Überarbeitete Beitrittserklärung

Beitritt


Endlich da:
Die überarbeitete Beitrittserklärung zur Hand-in-Hand Selbsthilfegruppe.


 

 

 

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Beitrittserklärung

 

 

 

 

 

    (  ) Ja, ich möchte Mitglied bei Hand-in-Hand werden und zu den jährlichen Treffen eingeladen werden.

 

 

 

Ich bin damit einverstanden, die Gruppe mit einem Unkostenbeitrag von 7,50 € pro Jahr zu unterstützen und werde einen Dauerauftrag auf das Hand-in-Hand-Konto bei der Stadtsparkasse München einrichten , (Kto.nr.: 78 079 282, BLZ: 701 500 00)

 

 

 

Ich bin damit einverstanden, dass Fotos von mir/ meiner Familie auf der Homepage veröffentlicht werden.

 

 

 

 

 

 

 

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Nachname, Vorname des/der Betroffenen

 

 

 

 

 

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Namen der Eltern/evtl. Geschwister (falls Betroffene(r) minderjährig)

 

 

 

 

 

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Geburtsdatum des/der Betroffenen

 

 

 

 

 

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Straße, Hausnummer

 

 

 

 

 

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PLZ, Ort

 

 

 

 

 

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Telefon, E-Mail

 

 

 

 

 

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Art der Fehlbildung

 

 

 

 

 

 

 

Mit meiner Unterschrift erkläre ich mich bereit, dass meine Daten zur persönlichen Kontaktpflege innerhalb der Selbsthilfegruppe an Mitglieder weitergegeben werden. Ich versichere, dass ich mit den Angaben vertraulich umgehe und sie nicht an Dritte weitergebe! Dies gilt auch nach einer Kündigung meiner Mitgliedschaft!

 

 

 

 

 

 

 

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Datum                             Unterschrift (ggf. der Erziehungsberechtigten)

 

 

 

 

 

 

 

Selbstverständlich behandeln wir Eure Angaben vertraulich und versichern, dass die Daten nur zur internen Bearbeitung genutzt und nur an Mitglieder der Selbsthilfegruppe weitergegeben werden!

 

 

 

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Einladung zum Jahrestreffen 2014

Jahrestreffen 2012

Liebe Freunde von Hand-in-Hand,

 

bald ist es wieder so weit und wir laden Euch zu unserem diesjährigen Treffen ein, und zwar am

 

Samstag, 24.Mai 2014 

um 10:00 Uhr

im „Haus der Begegnung“ 

Dorfstraße 

86925 Fuchstal-Asch

 

Unsere geplanten Schwerpunkte:

 Begrüßung

 Gesprächsrunde mit Kennenlernen und Austausch (ca. 10:30 Uhr):

 Herrman Schrägle (Betroffener) erzählt aus seinem Leben und lädt alle, die Lust haben, später zu einem kleinen Volleyballmatch ein! (nach dem Essen)

 Ilse Martin (Betroffene) berichtet kurz über 

Carl Herrmann Unthan (1848 – 1929; 

armlos geborener deutscher Violinist und Artist)

 Leckeres (milchfreies!) Mittagessen wieder vom Landgasthof Hohenwart (ca. 13:00 Uhr) 

→ Diesmal gibt es Reis mit Putengeschnetzeltem bzw. 

für unsere vegetarischen Freunde mit Gemüse 🙂

 Gesprächskreis mit dem alten, aber immer wieder hochaktuellen Thema:

„Die Blicke der Anderen…“ (ca. 14:00 Uhr)

 

Zeitunabhängiges Programm während des ganzen Tages (außer Mittagspause!):

 Kinderbetreuung (Basteln mit Barbara, Merle und Josefine)

 Buntes Spielangebot im Garten ohne Aufsicht

 

Für Fragen rund um das Thema „Prothese“ steht unser Ansprechpartner Wolfgang Gröpel von der Firma NovaVis zur Verfügung (→ Terminliste zum Eintragen liegt am Tisch im Foyer aus!)

 

Gegen 16:30 Uhr beenden wir das Treffen wieder gemeinsam bei Kaffee, Tee und Kuchen 

 

 

Den unteren Abschnitt schickt bitte umgehend ausgefüllt an Alexandra Sommer-Miterreiter!

Bitte spätestens bis zum 10.05.2014! 

Adresse: Alexandra Sommer-Mitterreiter, Stockänger 3, 86925 Fuchstal-Asch!

 

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen, 

wünschen sonnige Frühlingstage und grüßen herzlichst 

 

Euer Hand-in-Hand-Team

 

Isabella Nölte Alex Sommer

 

 

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>>> Bitte zurück bis spätestens 10.05.2014 an: A.Sommer-M., Stockänger 3, 86925 Fuchstal <<<

>>> oder per E-Mail an: sommer.mitterreiter@gmail.com <<<

 

 

    O Nein, wir können leider nicht kommen

    O JA, wir kommen gerne mit ___ Erwachsenen und ___ Kindern!

    O JA, wir bringen einen _________________________- kuchen mit!

    O JA, wir können beim Aufräumen helfen! ☺

 

Den Jahresbeitrag 2014 von 7,50 €

                                                            O haben wir bereits überwiesen.

                                                            O bezahlen wir bar beim Treffen.

 

Wir wünschen uns fürs Mittagessen 

                                                            O vegetarisch                 ____

                                                                                                   (Anz. d. Portionen)

 

                                                            O nicht vegatarisch        ____

                                                                                                   (Anz. d. Portionen)

 

 

Familienname und Vornamen aller Kinder und sonstigen Personen (Verwandte, Freunde), die zum Treffen mitkommen, bitte in Druckbuchstaben eintragen (so können die Namensschilder gleich vorbereitet werden). Vielen Dank!

 

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Sonstige Wünsche/ Anregungen/ Kritik

 

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Anfahrtsskizzen



Leben mit einer Hand – eben anders als normal

Bericht vom Hand-in-Hand Jahrestreffen 2014


Leben mit einer Hand – eben anders normal

 

 

 

„Mit der Hand kann man ganz viel machen“, meint der fünfjährige Noah, der sein Leben mit einer Hand meistert. Wie 30 weitere Betroffene, Kinder mit ihren Familien und auch Erwachsene, ist er am Wochenende nach Fuchstal/Asch gekommen, um sich mit anderen „Einhändern“ auszutauschen. Dort fand das Treffen der Selbsthilfegruppe „Hand in Hand“ statt, deren Teilnehmer selbst oder deren Angehörige mit einer Dysmelie geboren wurden. So nennt man die Fehlbildung von Gliedmaßen, die bei geschätzten 0,2% der Bevölkerung vorkommt. Meist sind eine Hand oder ein Arm betroffen. Die Ausprägungen können dabei sehr unterschiedlich sein, häufig ist eine Hand nicht angelegt und der Unterarm verkürzt, seltener ist der gesamte Arm oder aber nur einzelne Finger betroffen. Während die Kinder bei dem Treffen ausgelassen spielten oder bastelten, konnten sich die Eltern in Gesprächen miteinander und mit betroffenen Erwachsenen austauschen. Dieses Jahr erzählte der selbst mit einer Dysmelie geborene Hermann Schrägle aus seinem Leben. Der pensionierte Lehrer bewies immer wieder, dass mit einer Hand fast nichts unmöglich ist. Er erzielte ausgerechnet im Volleyball und Schwimmen beachtliche Leistungen, in Sportarten, die normalerweise mit zwei gesunden Händen in Verbindung gebracht werden. Und auch Eltern von betroffenen Kindern bestätigen dies: Die Anerkennung ihrer Leistung im Sport ist für viele wichtig, dabei gehen die Kinder oft nicht den einfachsten Weg. So spielen manche lieber Handball als Fußball oder ein Instrument, für das eigentlich mehr als fünf Finger nötig sind. Durch Einfallsreichtum und besonderen Einsatz gelingt es ihnen, den Nachteil auszugleichen. Schwierig wird es für Kinder, wenn ihnen bei der Bewertung ihrer Leistung im Schulsport nicht das nötige Feingefühl entgegengebracht wird. Wenn sie vor die Wahl gestellt werden, entweder ihren Handstand benoten zu lassen oder gar nicht am Turnen teilzunehmen, ist das eine herbe Enttäuschung. Die Eltern sind sich einig: ein Antrag auf Nachteilsausgleich in der Schule ist sinnvoll, wenn er Schülern mit Behinderung wirklich dort entlastet, wo sie Hilfe nötig haben und nicht etwa einen pauschalen Ausschluss von bestimmten Sportarten nach sich zieht.

 

Ein großes Anliegen der Selbsthilfegruppe ist auch, betroffenen Familien, die ein Baby oder Kleinkind mit Dysmelie haben, Mut und Zuversicht zu geben. Jedes Jahr finden sich neue Familien bei den Treffen ein. Gerade für sie ist es wichtig zu sehen, wie die größeren Kinder oder auch Erwachsene ihre Alltagsprobleme bewältigen und mit einem gesundem Selbstbewusstsein durchs Leben gehen. Anderen Betroffenen Mut zu machen,das war auch ein Anliegen des 1849 geborenen Carl Herrmann Unthan, der ohne Arme und Hände zur Welt kam. Zu diesem Zweck besuchte er sogenannte Versehrten- und auch Krüppelheime, außerdem spielte er mit den Füßen ausgezeichnet Violine und bestritt sein Leben selbst, wie die Betroffene Ilse Martin berichtete.

 

Belastend empfinden betroffene Kinder, aber auch Erwachsene die Blicke der anderen. Obwohl dahinter häufig nur Neugier oder sogar Mitgefühl steckt, kann das sehr verletzen.. Auch über dieses Thema konnte sich die Familien beim Treffen unterhalten und über ihre Strategien oder Reaktionen in solchen Situationen berichten. Eine Familie etwa erzählt, dass ihr Sohn aufgrund der neugierigen Blicke anderer Kinder nicht gern zum Sporttraining ging. Daraufhin stellten sie ihr Kind den anderen ganz bewusst vor, die Neugier wurde gestillt und die aufdringlichen Blicke seltener.

 

Am Ende der Veranstaltung gehen viele betroffene Kinder und auch Eltern mit neuem Mut und Ideen nach Hause. Eine Mutter meint: „Für unsern Sohn ist das Wichtigste am Treffen der „Hand in Hand“ – Kinder, dass er nicht alleine steht. Das gibt ihm Selbstbewusstsein und das Wissen, im Grunde auch normal zu sein – eben anders normal.“

 

Auch Noah vom Beginn des Artikels fährt mit seine Familie heim in sein ganz normales Leben. Die Hand, mit der er dabei so viel machen kann, ist übrigens – hätten Sie’s gedacht? -seine kleine fingerlose Hand.


Einladung zum Herbststammtisch

Waldwirtschaft Sandau




Freitag, 4. Oktober 2013

in der Waldwirtschaft Sandau

in Landsberg am Lech


 

 

 

 

 

Liebe Freundinnen und Freunde unserer Selbsthilfegruppe,

 

am Rande unseres diesjährigen Jahrestreffens habe ich auf Anregung

von Isabella meine Bereitschaft zur Organisation unseres nächsten

Stammtischtreffens erklärt.

 

Heute ist dies für mich Anlaß und Freude, Euch noch rechtzeitig vor

Beginn der kalten Jahreszeit in die

 

Waldwirtschaft Sandau 

in Landsberg am Lech

 

zu unserem gemeinsamen Treffen in gepflegter Atmosphäre einladen zu dürfen.

 

Wir treffen uns am  

Freitag, den 04. Oktober 2013 

um 20:00 Uhr!

 

Für Eure tatkräftige Unterstützung und Eure Zusagen freue ich mich

auch im Namen von Alex und Isabella schon mal im voraus und

verbleibe

 

mit den besten Grüßen aus Kaufering

 

Euer Harald

 

 

 

Nelkenweg 7, 86916 Kaufering

Telefon (Festnetz): 08191-966330


Rückblick Jahrestreffen 2013

Jahrestreffen 2013

Über hundert Leute waren bei unserem diesjährigen Treffen im Haus der Begegnung in Asch, davon neun betroffene Familie, die zum 1.Mal dabei waren!

 

Es war ein großartiger Tag!

 

Nach Wochen lang anhaltenden Regens mit Hochwassergefahr in den verschiedensten Regionen hatten wir auch Glück mit dem Wetter:

Am Tag unseres Treffens lachte die Sonne am Himmel, so dass die Kinderbetreuung überwiegend im Garten stattfinden konnte. Diesmal hatten wir auch an ein Planschbecken gedacht, das vor allem die Kleinsten unter uns mit großer Begeisterung annahmen.

Mit einem kleinen Akkordeon-Orchester (Isabella und ihre Schwester Ulrike) wurde der Startschuss für den Tag gegeben und nach einer kurzen Begrüßung inklusive ein paar organisatorischen Infos (ohne die geht`s leider nicht ;-)) und der Vorstellung unserer Kinderbetreuung, sowie anderen wichtigen Helfern und Gästen ging es mit einer altbekannten und bewährten Gemeinschaftsaktion los: diesmal versammelte Isabella mit Hilfe einer kleinen Geschichte alle Anwesenden für ein gemeinsames Gruppenfoto.

 

Im Anschluss gab es den ersten Gesprächskreis. Bewusst hatten wir heuer keine Referenten geladen, so dass der große Redebedarf unter den Mitgliedern hoffentlich gestillt werden konnte. Eigentlich war es vormittags „nur“ eine kurze Vorstellungsrunde. Sehr schnell ergab aber ein Wort das andere und so wurde jeder los, was er auf dem Herzen hatte. Vom Ärger mit den Krankenkassen über die ersten Gefühle nach der Geburt bis hin zu praktischen Tipps und Beispielen, wie ältere Betroffene mit ihrem Handicap umgehen, war alles dabei….

Traudl (selbst betroffen): „Ich wollte mich früher immer vor der Arbeit drücken und habe versucht, meine jüngere Schwester vorzuschieben, weil ich das ja nicht kann… Meine Mutter war aber streng, und hat mich alles selbst machen lassen. Heute bin ich ihr dankbar dafür!“

Winfried (Ehemann von Traudl): „Der einzige Ärger mit dem Handicap ist der Ärger mit den Behörden!“

Harald (selbst betroffen): „Heute habe ich nicht mehr das Gefühl, mich ständig beweisen zu müssen…!“

Immer wieder kristallisiert sich heraus, wie wesentlich es ist, dass wir unseren Kindern Selbstbewusstsein mitgeben, sie stärken und ihnen und uns beibringen, sich abzugrenzen!

Man muss sich auch nicht ständig rechtfertigen und erklären! Es ist, wie es ist. Für den Umgang mit den sogenannten „Glotzern“ gibt es kein Patentrezept – da muss jeder selbst einen Weg finden, gut zu reagieren. Oft ist es auch von der Tagesform abhängig, wie einen die Reaktionen der Anderen treffen. Hier ist der Austausch untereinander auch sehr gut, man bekommt Ideen und Anregungen für mögliche schlagfertige Antworten wie z.B. („Ich suche mir selber aus, von wem ich mich beleidigen lasse. Und DU gehörst nicht dazu!!!“, so Roland, selbst betroffen auf dem Jahrestreffen 2011)

 

Beim Ärger mit den Krankenkassen kann oft auch unser Orthopädietechniker Wolfgang Gröpel von der Firma NovaVis mit seinen Erfahrungen weiterhelfen und Tipps geben.

Er war in diesem Jahr wieder Ansprechpartner für alle Fragen rund um das Thema Prothese. Bewährt hat es sich, eine Terminliste auszulegen, in die man sich eintragen kann. So konnten extrem lange Warteschlangen und Wartezeiten vermieden werden (wenn auch nicht völlig…) Wofgang Gröpel war den Tag über komplett ausgebucht und hat sich für alle Anwesenden viel Zeit genommen. Vielen Dank.

 

Grandios, lustig, witzig und spritzig war die Theateraufführung von „Fritz und Freunde“.

 

Nach dem Mittagessen ging es pünktlich um 14 Uhr weiter und für den zweiten Gesprächskreis,

der parallel zum „Froschkönig“ lief, blieben nicht Viele übrig, denn alle hatten großen Spaß am Theaterstück! An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an Isabella, die sich komplett alleine um diese Organisation bemüht hat, sowie an die Rotarier Landsberg und die Sparkasse Landsberg- Dießen, die durch ihre großzügigen Spenden die Aufführung überhaupt erst möglich gemacht haben!

 

 Rotary Club LL     Sparkasse Landsberg

 

Wenn auch in sehr kleinem Rahmen, so war der zweite Gesprächskreis am Nachmittag durchaus effektiv. Gezielt konnten wir hier über ganz individuelle Themen reden und Anregungen geben, gut auf den Einzelnen eingehen…

Thema Schwimmen: Hier kam der Tipp für einen Vater, bei dessen Sohn kein Ellbogen vorhanden ist, so dass Schwimmflügel nicht halten, er solle doch einen Schwimmring besorgen. Dies ist sowieso die bessere Lösung (auch für Zweihänder-Kinder!), da die Arme frei beweglich sind und die Kinder eine bessere Lage im Wasser haben!

Thema Handschuhe: Als Handschuh-Ersatz für „Ärmchen“, „Herzhände“ oder was die Dysmelien sonst noch alles für Namen haben, eignet sich z.B. auch gut eine Handysocke. Nimmt man Fingerhandschuhe, kann man diese durch Jacken mit Stulpen (Daumen durchziehen) fixieren!

 

Für Isabella hatte das Thema „Mein Kind kann eigentlich alles“ bei den Vorbereitungen fürs Treffen noch einmal eine ganz andere Bedeutung bekommen: während wir grundsätzlich erst mal von den Betroffenen ausgehen, war es Isabellas Tochter Merle, die durch das Handicap ihrer Mutter plötzlich lernte, selbst eine perfekte Ballettfrisur zu zaubern….

 

Den ganzen Tag über wurden wir von kompetenter Kinderbetreuung begleitet, die allerdings gar nicht so viel zu tun hatte, weil meist ein Elternteil selbst auf die Kinder acht gegeben hat…

 

Bei gemeinsamem Kaffee & Kuchen ging der Tag wie gewohnt mit vielen Eindrücken, guten Gesprächen, intensiven Gefühlen und herzlichen neuen Kontakten zu Ende!

 

Noch einmal die Erinnerung für alle, die es noch nicht erledigt haben:

Es wäre uns eine große Hilfe, wenn alle Mitglieder zukünftig den Jahresbeitrag in Höhe von 7,50 € auf unser Hand-in-Hand-Konto bei der Stadtsparkasse München per Dauerauftrag überweisen. (Kto.nr: 78 079 282; BLZ: 701 500 00)

 

Die Organisation rund um die Selbsthilfegruppe kostet neben Engagement und Zeit auch Geld, das wir selbst vorstrecken. Daher bitten wir, dass wirklich alle Mitglieder den Jahresbeitrag bezahlen, unabhängig davon, ob sie an einem Jahrestreffen teilnehmen!

 

Wer zukünftig kein Interesse mehr an Informationen unserer SHG hat und aus dem Adresskatalog gelöscht werden möchte, der gebe mir bitte kurz Bescheid; diejenigen müssen selbstverständlich auch keinen Jahresbeitrag entrichten!

 

Das war das Wichtigste in Kürze.

 

Bei Fragen, Anregungen und Kritik könnt Ihr Euch jederzeit gerne an uns wenden!

 

Übrigens gibt es uns jetzt auch auf Facebook: https://www.facebook.com/handinhand.selbsthilfe

 

 

Und aus gegebenem Anlass nun noch eine wichtige Information in eigener Sache:

 

Es besteht immer wieder Interesse, die Kontaktdaten für Werbezwecke (Dienstleistungen, Seminare, Weiterbildungen etc….) zu nutzen. Dies widerspricht unserem Anliegen, einen geschützten Raum zum Austausch zwischen unseren Mitgliedern zu bieten. Wir bitten, dies zu respektieren und eine Verwendung der Kontakte für Werbung o.ä. zu unterlassen!